Der Wildstrubel bietet eine einfache Tour über einen flachen und spaltenarmen Gletscher. Es ist auch eine ideale Gletschertour für Einsteiger. Ab Mitte Juli bis September ist der Gletscher meist Aper und somit auch ohne Steigeisen und Seil zugänglich. Auf dem Gipfel hat man eine ausgezeichnete Rundsicht. Der eigentliche Aufsteig ist zwar steil, aber auf guten Wegspuren erreichbar.

 

 

Routenbeschrieb

Westlich von Kandersteg sind die Gipfel der Berner Alpen nicht mehr ganz so spektakulär. Die Formen sind flacher wie in den östlichen Gebieten. Aber die Gipfel sind trotzdem attraktiv. Einer davon ist der Wildstrubel. Es gibt mehrere Zusteige auf den Wildstrubel, einer davon ist über die Bergstation Plaine Morte erschlossen. Eine leichte Hochtour, die trotzdem nicht zu unterschätzen ist. Ideal auch für Gletschereinsteiger.

Man startet bei der Bergstation Plaine Morte und steigt zuerst westlich auf den Pointe de la Plaine Morte mit einem kleinen Observatorium auf dem Gipfel. Auf weiss-rot-weiss markiertem Weg geht es zuerst Richtung Wildstrubelhütte beziehungsweise man hält sich Richtung Wisshore, kommt an Punkt 2741 vorbei du später zu einem Wegweiser, der Richtung Pointe de Vatseret weist. Dort allerdings weiter gerade aus laufen, an Punkt 2774 vorbei. Kurz danach, auf einem kleinen Hochplateau rechts abzweigen (fast an der linken Seite des Gletschers).

Bei Punkt 2774 betritt man den Gletscher (Glacier de la Plaine Morte) leicht nördlich des Punktes. Man soll sich hier nicht zu weit rechts orientieren, denn hinter dem beschriebenen Aussichtspunkt Pointe de Vatseret breitet sich ein Gletschersee aus. Ziemlich genau in der Gletschermitte hat es links eine Spaltenzone, die kann in leichtem Rechtsbogen bequem umgangen werden. In der Mitte trifft man auch auf Gletschermühlen (Vorsicht, sehr tief). Die ungefähre Orientierung ist gut auszumachen. Am Wildstrubel ragt eine markante Schulter ziemlich weit in den Gletscher hinein. Die Schulter wird bei 2760 m betreten und man kann auf der Schulter Steinmänner entdecken. Dort beginnen auch die anfänglich spärlichen, aber gut sichtbaren Wegspuren am „Lenkerstrubel“. Der Weg ist jetzt auf einem Geröllfeld in mehreren deutlichen Kehren angelegt. Der weiche Schutt ist gut begehbar. Wenn man die letzte Kuppe besteigt, wird dann das Gipfelkreuz sichtbar.

Oben hat man eine glänzende Rundsicht. Westlich zeigt sich das Rinderhorn, links davon der Altels und dahinter das Balmhorn. Bei guter Sicht ist auch das Blüemlisalp-Massiv sichtbar sowie das Schilthorn und die Jungfrauregion. Einblick hat man auch auf den Gemmipass oder westlich auf das Wildhorn und die südlich gelegenen Walliser 4000er.

Der Abstieg erfolgt bis zum Gletscher auf gleicher Route. Dann kann man den Glacier in direktem Weg Richtung Bergstation Plaine Morte passieren. In südlicher Richtung befindet sich eine grosse Gletschermühle. An dieser vorbei passiert man den Gletscher unterhalb des Punktes 2839 und sucht sich dort den besten Aufstieg Richtung Tothore. Über Blockgestein geht es in westlicher Richtung zur Plaine Morte zurück. Am Schluss gelangt man wieder auf einen weiss-rot-weiss markierten Bergweg.

Routendetails

Tour-Datum 6. August 2015
Region Schweiz, Wallis, Bern, Wildstrubel
Wandern-Schwierigkeit / L Hochtour
Zeitbedarf 5h (12,6 km)
Aufstieg 834 m (höchster Punkt 3244 m)
Abstieg 836 m (tiefster Punkt 2679 m)
Strecke Bergstation Pointe de la Plaine Morte 28882 m - Pointe der la Plaine Morte 2927 m - Punkt 2741 (bei Pointe de Vatseret) - Punkt 2774 - Glacier de la Plaine Morte - Punkt 2910 - Wildstrubel 3244 m - Punkt 2910 - Glacier de la Plaine Morte - Tothore - Rexlipass (Col du Sex Mort) - Bergstation Pointe de la Plaine Morte 28882 m
Anfahrt Anfahrt mit der SBB bis Sierre/Sion - Postauto bis Montana Crans - Gondelbahn und Seilbahn Les Barzettes bis Plaine Morte (Tageskarte 25 Fr. mit Halbtax)
Verpflegung Aus dem Rucksack, Ausser Bergstation Plaine Morte keine Verpflewgungsmöglichkeit.
Bemerkungen Leichte Hochtour, Gletscher. Gletscherausrüstung je nach Verhältnissen, ab August bei blankem Eis ohne Steigeisen und Seil möglich. Spalten und Gletschermühlen vorhanden. Bei Wärme verwandelt sich der Gletscher in eine wässerige Masse. Tour mit Barbara gelaufen.

 Alpineg-Tipps unterwegs:

SBB Fahrplan

  Plaine Morte

 

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