Spannende Wege, viel Luft unter den Füssen: der Pilatus bietet alpines Wandern auf spannenden Wegen, anspruchsvoll und wunderschön. Die Ganze Palette wird geboten.

 

 

Routenbeschrieb

Diese Pilatusrunde hat es in sich. Sie bietet alle Facetten einer alpinen Wanderung. Sie ist nicht einfach, eine Herausforderung, aber in jedem Fall eine Genusstour. Die Pilatus-Rundtour ist am besten in einzelne Etappen aufzuteilen.

 

Steinbockhütte (T5+)

Gestartet wird bei der Talstation Brunni der Alpgschwändbahn. Durch Wiesen- und Waldwege, teilweise in etwas bachbettähnlichem Umfeld geht es hinauf zur Gschwänd. Dieser erste Teil dauert rund 30 bis 35 Minuten. Beim Gasthaus Alp Gschwänd rund 30 Meter links dem Bergwanderweg folgen. Nach dem ersten Viedurchlass, der ersten Rechtskurve dieses Bergweges geradeaus weiter auf dem Nauenweg. Es ist ein schmaler, aber ausgeprägter Weg, der hier im Sulzgraben hoch führt. Hier steigt die Route steil rechts nach oben, der Felswand entlang. Es sind griffige Platten, schöner leichter Kletterfels, etwa rund 50 Meter lang und mit Seilen praktisch durchgehend gesichert. Diese Felspassage ist ohne Hilfsmittel zu bewältigen und ist dann als T5+ einzustufen. Benutzt man die Seile, darf man sie als T4-Route bezeichnen. Über einige Kehren geht es dann hoch zur Steinbockhütte. Hier kann man etwas verweilen und die fantastische Aussicht auf Luzern und den Vierwaldstättersee und das grossartige Panorama geniessen.

 

Ängifeld – Rossegg (unten T5+, oben T3 bis T4)

Ab der Steinbockhütte geht es dann zur Sache. Auf den ersten Metern durchs Ängifeld auf die Stieregg befindet sich in einer steil abfallenden Wiese (bei Nässe nicht begehen). Diese Route ist selten begangen, aber Wegspuren findet man gut und blaue Markierungen sind auf dem ganzen Abschnitt vorzufinden. Auch wenn es auf den ersten Moment nicht überall danach aussieht, aber diese Grashänge sind auf der ganzen Länge ausgesetzt. Absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind zwingend, wie auf dem Rest der Route.

Von der Hütte geht es also zuerst leicht links hoch, durch leicht felsdurchsetztes Gras. Man quert nach wenigen Metern eine erste Felsrinne und gelangt weiter oben auf eine ausgeprägtere Rinne, welche man hochsteigt. Man trifft dann auf ein Weglein, welches das ganze Hängifeld quert. Jetzt folgt man hier den blauen Markierungen nach links. Die letzten gut einhundert Meter sind die wohl anspruchsvollesten. Man bewegt sich direkt über dem Sulzgraben. Hier ist vorsichtiges gehen angebracht. Auf dem steilen Grasrücken geht es dann aufwärts Richtung Rossegg. Hier bewegt sich der in den Fels gehauene Weg zwischen T3 und T4.

 

Esel Ostgrat (T6 / III. Grad)

Auf dem eher flachen Grat der Rossegg gilt es zuerst man inne zu halten und die mögliche Route für den Aufstieg zu begutachten. Wo und wie es hier auf den Esel gehen soll, ist schwierig und man hat kaum eine Vorstellung. Befindet man sich aber einmal auf dem Aufstieg, ist der Wegverlauf ziemlich klar. Eines sei verraten, wer Grasrücken und griffige Felspartien mit Ausgesetzheit mag, ist hier genau richtig. Im Fels hat es Bohrkacken, wer sich sichern möchte. Das Gelände entspricht T6, einzelne Kletterstellen im III. Grad. Zwischendurch befindet man sich auch auf einem guten Weglein oder ausgeprägten Trittspuren. Schliesslich gelangt man auf ein Grasband. Unter einem Felsdach befindet sich das Routenbuch in einer Gamelle. Es folgt dann der Schlussaufstieg, über kleine Felsriegel direkt auf den Gipfelweg. Hier erntet man in der Regel zahlreiche ungläubige Blicke der zahlreichen Turnschuhtouristen des Pilatus.

 

Bänderweg (T4)

Hinter dem Kulmhotel auf dem Pilatus geht der Weg durch den kurzen Stollen, dann hinab zu Klimsenkapelle. Dieser Bergweg ist sehr stark begangen. Von der Kapelle lohnt sich der kurze Aufstieg zum Klimsenhorn. Die Aussicht ist sehr schön. Dann geht es den blau-weiss markierten Bänderweg, zur Fräkmüntegg hinunter. Bei der Kapelle in Nordrichtung um den Berg herum. Diesen Weg begeht man, wie so oft auf alpinem Terrain, auf eigenes Risiko. Es hat Warntafeln, die vor dem begehen des gesperrten Weges warnen (Steinschlaggefahr). Über mehre Felsstufen führt der Weg zuerst nach links, dann wieder nach rechts und im Zickzack zur Fränmüntegg, wo man dann nochmals eingehend gewarnt wird. Man hat also den gesperrten Weg unter Androhung von Lebensgefahr begangen. Im Rummel der Rodelbahnbesucher geht es hinunter zur Bergstation der Alp Gschwändbahn und auf dem Bergwanderweg zur Talstation.

 

 

Routendetails

Tour-Datum 22.Juni 2014
Region Schweiz, Luzern, Nidwalden, Obwalden, Pilatus
Wandern-Schwierigkeit III. Grad
Zeitbedarf 7 h 30 min (11,5 km)
Aufstieg 1459 m
Abstieg 1459 m
Strecke Brunni 788 m - Punkt 1142 - Gschwänd 1216 m (35 Min) - Steinbockhütte 1588 m - Ängifeld - Rossegg 1972 m - Esel 2118 m (via Esel-Ostgrat) - Punkt 1866 - Klimsenkapelle - Klimsenhorn 1907 m - Fräkmüntegg 1469 m - Punkt 1416 - Gschwänd 1216 - Brunni 788
Anfahrt Anfahrt mit der SBB bis Hergiswil. Mit dem PW bis zur Talstation der Alp Gschwändbahn
Verpflegung Aus dem Rucksack, diverse Restaurants und Bergbeizli unterwegs.
Bemerkungen Anspruchsvolle Alpinwanderung. Hohe Anforderungen an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Bei Nässe Abschnitt Hängifeld nicht begehen. Bänderweg gesperrt, Begehung auf eigenes Risiko.

 

 

 

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