Der Piz Minschun, ein relativ einfacher 3000er im Unterengadin. Obwohl auf der oberen Hälfte viel loses Geröll liegt, ist der Gipfel trotzdem ein lohnendes Ziel. Die Aussicht ist gut und auf dem Rückweg lässt sich auch noch der Piz Clünas anhängen.

 

 

 

Routenbeschrieb

 

Die ersten Höhenmeter zum 3068 Meter hohen Piz Minschun im Unterengadin sind die ringsten. Man nimmt dafür den Sessellift von Ftan nach Prui. So hat man bei der Bergstation schon mal die Höhe von 2064 m geschafft. Von der Bergstation hält man sich links und trifft nach etwa 40 bis 50 Metern auf einen Bergweg, der rechts weg geht. Dieser folgt einem Lärchenmischwald antlang, aber ohne, dass man in den Wald kommt. In ein paar Kehren gelangt man auf einen Alpfahrweg, es geht rechts weg. Diesem Weg folgt man bis zur Alp Clünas. Der eigentliche Bergweg ist in den Alpweiden kaum mehr vorhanden, also bleibt man am besten auf dem Fahrweg und hat so kaum Schwierigkeiten, die Alp Clünas auf 2444 Meter zu erreichen. Bei der Alp folgt man weiterhin dem Fahrweg bis man zu einem Bach gelangt (nicht den Abzweiger zum Piz Clünas nehmen). Es geht rechts weg und über die Alpweiden erreicht man schon bald einmal den Lej da Minschun auf 2642 Meter. Am türkisblauen Bergseelein darf man sich etwas ausruhen und für den restlichen Aufstieg stärken. Der Gipfel ist leider fast auf der ganzen Tour nicht sichtbar, auch die ganze Bergkette hinter dem Lej da Minschun ist noch nicht das Gipfelziel. Jedenfalls hält man sich beim See links und an dessen Ende zweigt der Weg in eine Steile Flanke, über die man den Sattel über einen Schutt- und Geröllhang erreicht. Dieser liegt zwischen dem Minschun Pitschen (links) und dem Piz Minschun. Es hat Wegspuren im Hang, der Aufstieg ist aber leicht mühsam, da steil und wie erwähnt meistens im Geröll. Oben auf dem Grat angekommen geht es links um die Felsnase herum. Schon auf dem Sattel ist die Silvretta sichtbar und je höher man steigt, je mehr Gipfel rücken ins Blickfeld. Ins Blickfeld ist inzwischen auch der Gipfel gerückt. Ein grosses Steinmandli mit einem kleinen Gipfelhäuschen ist schon auf dem breiten Grat im Aufstieg zu sehen.   Der Südwestgrat ist bei guter Witterung problemlos zu schaffen. Ist es nass, braucht es etwas mehr Vorsicht. Nach gut drei Stunden erreicht man den Gipfel. Oben sind in der grandiosen Rundsicht der Piz Buin, der Piz Linard und bei guter Sicht auch der Bernina und der Ortler zu sehen. An diesem Septembertag bleibt die Sicht allerdings etwas trüb, sodass diese Gipfel nur erahnt werden konnten. Für den Abstieg kann man zwei Routen wählen. Entweder man macht eine Art Überschreitung und folgt südseitig den Wegspuren und dann über den Nordkamm zum Piz Clünas oder man steigt oben auf derselben Route bis zum Lej da Clünas (See) ab, hält sich dort leicht rechts, folgt den Wegspuren bis zum Sattel und erreicht so den Piz Clünas 2793 m. Auf dem Piz Clünas hat man dann gute Sicht auf den vorher bezwungenen Piz Minschun. Für den Abstieg geht es über den Sattel und beim grossen Steinturm in zahlreichen Kehren die Lawinenverbauungen hinunter zur Alp Clünas und von dort wieder zum Sessellift Prui. Der Piz Minschun ist abwechslungsreich, folgt vielen Alpweiden und ist im oberen Teil alpin, aber nie ausgesetzt. Die ganze Route ist im oberen Bereich T3+ anzusiedeln.

 

Routendetails

Tour-Datum 11. September 2012
Region Graubünden, Engadin
Wandern-Schwierigkeit  
Zeitbedarf 6 h (13,37 km)
Aufstieg 1136 m
Abstieg 1134 m
Strecke Natèas (Prui) 2064 m - Schlivera - Alp Clünas 2444 m - Mnt da Piz 2484 m - Laj da Minschun 2642 m -  Sattel Südwestgrat Punkt 2898 - Piz Minschun 3068 m - Rückweg bis Laj da Minschun 2642 m - Fuorcla Clünas - Piz Clünas 2793 m - Alp Clünas 2444 m - Natèas (Prui) 2064 m
Anfahrt Mit der RHB bis Scuol, dem Postauto bis Ftan, Sesselbahn Ftan-Prui, Rückweg dito.
Verpflegung/Logis Restaurant bei der Bergstation Prui
Bemerkungen Eine T3-Wanderung, im oberen Bereich, ab Sattel Südwestgrat leicht ausgesetzt, Trittsicherheit notwendig. Im oberen Bereich teilweise steiler Weg über loses Geröll.

 

 

 

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