Auf 430 Kilometern durch die Heimat wandern

Einer der längsten Fernwanderwege Deutschlands führt durch Bayreuth und unsere umliegende Heimat – und dennoch ist der Weg weitestgehend unbekannt.

 

Er beginnt an der thüringischen Grenze bei Blankenstein und führt bis nach Hersbruck. Unterwegs kreuzt er unter anderem Münchberg, Kirchenlamitz, Arzberg, Mitterteich, Goldkronach, Bayreuth, Creußen, Hollfeld, Pegnitz und Plech.
Fernwanderer Lucas Ebersberger ist diesem Weg gefolgt und nutzte dabei die Möglichkeit, viele bekannte Ausflugsziele zu kombinieren: Einen Kaffee am Waldstein und einen Kuchen im Egertal, einen Besuch der Kappl und des Felsenlabyrinths. Die Besteigung des Schneebergs reihte sich neben eine Fahrt mit der Sommerrodelbahn am Ochsenkopf und einen Ausflug zum Fichtelsee. Weiter ging es vorbei an den Minen in Goldkronach und durch die Eremitage in Bayreuth. Vorbei an Rot- und Weißmainquelle führte ihn der Weg anschließend rund um die Neubürg, entlang des Felsengartens von Sanspareil sowie des Bierwanderwegs hin zur Burg Rabenstein und vorbei am Hochseilgarten Betzenstein.

Durch die Nähe zur Bayreuther Heimat konnte sich Lucas Ebersberger die Wanderung recht flexibel organisieren. Einerseits übernachtete er spontan in Gasthäusern, Pensionen, Airbnb, Hotels, bei Freunden oder bei sich zu Hause. Andererseits nutzte er teilweise auch öffentliche Verkehrsmittel, sein eigenes Auto und Mitfahrbänke oder trampte, um sich die einzelnen Abschnitte zu erschließen. Mit ein wenig Flexibilität funktionierte alles hervorragend. Durch die vielen Einkehrmöglichkeiten entlang der Route war Lucas Ebersberger normalerweise mit sehr leichtem Gepäck unterwegs.
Die Streckenführung ist insgesamt leicht zu begehen. An einigen Stellen ist der Untergrund etwas anspruchsvoller, aber kein Vergleich zu einem klassischen alpinen Gebirgswanderweg – trotz der zu bewältigenden knapp 6.500 Höhenmeter. Wer Lust hat, den Weg nicht zu wandern, sondern ihn mit dem Mountainbike oder dem Pferd zurückzulegen, sollte nur an den wenigsten Stellen Schwierigkeiten haben. Insgesamt führt der Weg meist durch die fränkischen Wälder. Das kam Lucas Ebersberger bei seiner im Sommer durchgeführten Wanderung sehr entgegen, weil er dadurch die Hitzewelle etwas umgehen konnte.

Der fränkische Gebirgswanderweg selbst hatte in seinen verschiedenen Abschnitten unterschiedliche Charakteristiken. Nach dem Eindruck von Lucas Ebersberger warteten insgesamt etwas mehr Highlights auf seinen nordöstlicheren Abschnitten, allerdings wurden diese jedoch leider meist mit einfachen Forststraßen verbunden. Demgegenüber stellten auf dem südwestlichen Teil meist der Weg selbst sowie die Aussicht die größeren Highlights dar, und die Anzahl der Sehenswürdigkeiten war etwas geringer. „Dennoch: Alles in allem war der Weg sehr abwechslungsreich“, bilanzierte der Fernwanderer.
Durch einige Gespräche mit verschiedenen Gastwirten entstand bei Lucas Ebersberger der Eindruck, dass der Weg bisher nicht besonders bekannt ist und selten durchwandert wird. Vermutlich folgen ihm nur wenige hundert Wanderer im Jahr. Dementsprechend leer können deshalb auch einzelne Abschnitte sein. Dafür trifft man gerade an Wochenenden deutlich mehr Publikum.

„Mein persönliches Fazit lautet, dass der fränkische Gebirgsweg eine schöne Möglichkeit bietet, um die eigene Heimat kennenzulernen. Ob zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Mountainbike, das hängt von den eigenen Vorlieben ab. Durch die Infrastruktur insgesamt bieten sich verschiedene Möglichkeiten, um sich den Weg zu erschließen. Egal ob man ihn lieber in Etappen gehen möchte (und dann auf Bus, Bahn und Mitfahrbänke angewiesen ist), oder ob man ihn lieber komplett durchwandert: Dank der Beherbergungsmöglichkeiten vor Ort und aufgrund der vielen Gastwirtschaften benötigt man meist nur eine kleine Brotzeit für unterwegs und kann ansonsten gut einkehren. Mit etwas Flexibilität ist es nicht notwendig, den gesamten Ablauf vorauszuplanen“, bilanzierte Lucas Ebersberger.

Für weitergehende Informationen empfiehlt der Fernwanderer die Internetseite www.fraenkischer-gebirgsweg.de oder seinen eigenen Blog www.geh-doch.de. red

Quelle: Roand Schmidt

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